
Interview vom 06.01. 2009 mit Aussenminister Sergej Schamba:

Sergej Schamba
Auf eine mehrtausend jährige Geschichte kann die Kaukasusrepublik Abchasien zurückblicken. Oft als Spielball der großen Mächte hin und her geworfen, haben sich die Abchasen immer selbst als autonom angesehen. Auch unter dem wechselnden Einfluss von Rom, Byzanz, den Arabern und Mongolen hat Abchasien stets seine Kultur und Autononie verteidigt. Anfang des 19.Jahrhunderts, als das russische Zarenreich in den Kaukasus vorstieß, wurde Abchasien russisch. Unter Stalin wurde Abchasien 1931 autonome Republik innerhalb der Georgischen Sozialistischen Sowjetrepublik GSSR. Nach der Auflösung der UdSSR 1991 erklärte das abchasische Parlament im Juli 1992 Abchasien für einen souveränen Staat, was einen Krieg mit Georgien zur Folge hatte. Nach einen Jahr ging Abchasien zwar als Sieger dies Krieges hervor, zahle dafür aber den Preis der Isolation vom Rest der Welt. Seitdem kämpfte Abchasien für seine Unabhängigkeit. Nach dem Kaukasuskonflikt im August 2008 in Südossetien zwischen Georgien und Russland wurde Abchasien am 26. August 2008 von Russland als unabhängiger Staat anerkannt. Als zweites Land nach Russland erkannte auch Nicaragua die Unabhängigkeit an. Nun ist fast ein halbes Jahr vergangen. Das Land erwacht aus einem 15-jährigen Dornröschenschlaf. Noch vor wenigen Jahren war die Versorgung der Bevölkerung nur auf das Nötigste beschränkt. Geht man heute durch die Straßen der Hauptstadt Suchumi ist die Prägung westlichen Einflusses nicht mehr zu übersehen. Doch wie geht es weiter? Wie sehen abchasische Politiker die Entwicklung?
Fragen an den abchasischen Außenminister Sergej Schamba:
Sehr geehrter Herr Minister Schamba, Mit der Anerkennung Abchasiens durch Russland und Nicaragua als souveränen Staat ist der Weg zur Unabhängigkeit Abchasiens weit voran geschritten! Beginnt damit jetzt schon für Abchasien eine neue Zeitrechnung oder kämpfen sie weiter für eine internationale Anerkennung?
Ohne Zweifel, denn durch die Anerkennung und die Unterzeichnung des Abkommens mit Russland haben sich neue Möglichkeiten für unsere Republik eröffnet. Nicht nur für unsere grundlegende Priorität, - Sicherheit, sondern auch für vielseitige soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Trotz allem werden wir auch unsere diplomatische Arbeit fortsetzten, um eine Anerkennung unseres Landes auch durch andere Länder zu erreichen.
Wie sehen sie unter den jetzigen Umständen die Rolle der UN in Abchasien?
Im Ganzen bewerten wir die Arbeit der Vereinten Nationen in Abchasien positiv, denn die Präsens der UN in unserem Land hat eine objektive Überwachung der Situation im Konfliktgebiet gesichert. Sie hat den Frieden und die Sicherheit unterstützt, sowie die Einhaltung der Menschenrechte und die Realisierung vieler humanitären Projekte gefördert. Außerdem hat sie verschiedene Verhandlungprozesse in Gang gebracht. Auch die Rolle als Vermittler ist sehr wichtig. In Anbetracht der jüngsten politischen Entwicklungen hat die abchasische Seite ihre Vorschläge zur Änderung des UN-Mandates für die zukünftige Arbeit der UN in Abchasien eingebracht. Wir hoffen, dass unsere Empfehlungen und Vorschläge vom UN-Sicherheitsrat mit Verständnis aufgenommen werden.
Noch kurz vor dem Einmarsch der georgischen Truppen in Sudossetien im August 2008 und dem dadurch resultierendem Konflikt zwischen Russland und Georgien besuchte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier die Stadt Gali unmittelbar vor der Grenze zu Georgien. Wie empfanden Sie aus Ihrer Sicht diesen Besuch?
Wir schätzen die Versuche zur friedlichen Beilegung des Konflikts, welche von internationalen Diplomaten und Vermittlern unternommen wurden. Vor allem haben wir mit großer Aufmerksamkeit die deutsche Initiative beobachtet, die von Herrn Steinmeier vorgestellt wurde. Aber auch sein Plan, wie schon zuvor die Pläne des ehemaligen Leiter der UN-Beobachtertruppen Dieter Boden war nicht lebensfähig, denn er beruhte auf dem Modell die georgische Staatsstruktur zu schützen, wie sie von Stalin einst erschaffen wurde.
Suchen sie auch künftig den Kontakt zu Deutschland? - Auf politischer oder auch auf wirtschaftlicher Ebene?
Wir sind bereit einen offen Dialog mit allen Ländern zu führen. Unter anderem auch mit der Europäischen Union, in deren unmittelbarer Nähe wir uns befinden. Nichtsdestoweniger müssen wir mit großen Bedauern feststellen, dass sich manche europäische Länder absichtlich von uns entfernen. Nicht zuletzt wegen falschen Vorurteilen. Zum Beispiel verweigern sie regelmäßig die Erteilung von Visa für Bürger unseres Landes. Somit handeln sie gegen alle moralischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Prinzipien.
Es ist im Gespräch, dass der Flughafen von Suchumi im Sommer 2009 wieder seinen Betrieb aufnehmen soll. Welche Verbindungen sind dafür vorerst geplant?
Wenn wir über eine kurzfristige Planung reden, sind in erster Linie Flüge nach Russland zu erwarten. Jedoch laufen schon Gespräche über Möglichkeiten darüber, auf unseren Flughafen auch internationale Charterflüge zu empfangen. Klar ist, das sich unser Flughafen in sehr gutem Zustand befindet und alle technischen Voraussetzungen gegeben sind, damit alle Flugzeugtypen hier landen können.
Welche Auswirkungen haben die olympischen Winterspiele 2014 in Sochi für Abchasien?
Abchasien ist weltweit durch sein unikales Klima und seine Natur bekannt. So wie auch für seine kulturellen und historischen Denkmäler. Nicht umsonst war und ist der Tourismus die wichtigste Einkommensquelle des Landes. Durch die olympischen Spiele und des dadurch steigenden Interesse an der ganzen Region, erwarten wir eine Erhöhung der Investitionen in unsere Republik. Auch wird die Zahl der Touristen noch weiter ansteigen. Weiter ist Abchasien bereit, sich aktiv bei den Vorbereitungen zur Olympia zu beteiligen und bei der Erbauung olympischer Objekte mitzuwirken.
Herr Minister Schamba, Was ist ihr größter Wunsch für die Zukunft ihres Landes?
Unsere Aufgabe ist es einen demokratischen Rechtsstaat mit einer starken Wirtschaft aufzubauen. Und die Bedingungen zu schaffen, welche unser Land zu einer breiten internationalen Anerkennung führen. Und ich habe keinen Zweifel daran, dass wir es schaffen!
Interview mit Präsident Sergej Bagapsch

Das abchasische Parlament, der Oberste Sowjet, erklärte im Juli 1992 Abchasien für unabhängig. Georgien versuchte der Abspaltung militärisch zu begegnen. Daraufhin rückten am 14. August 1992 georgische Einheiten in Abchasien ein. Der Krieg dauerte ein Jahr und führte zu Kriegsverbrechen, vielen tausend Toten und zur Vertreibung von etwa 250.000 Georgiern, die in Abchasien gelebt hatten. Seit dem Ende des Kriegs steht die nach Unabhängigkeit strebende Republik unter Blockade. Präsident Abchasiens ist Sergej Bagapsch. Er wurde am 12. Januar 2005 ins Amt gewählt und löste am 12. Februar 2005 den Historiker Wladislaw Ardsinba ab. Geht man heute durch die Straßen der Hauptstadt Suchumi meint man, dass sich in der Zeit seit der Amtseinführung von Sergej Bagapsch alles rasend schnell entwickelt. Kürzlich traf ich ihn zu einem Interview, um mit ihm über seinen neuen Weg zu sprechen.
Sehr geehrter Herr Präsident Bagapsch. Sie sind seit Januar 2005 der zweite amtierende Präsident der Republik Abchasien seit der Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1992. Es ist zu beobachten, dass sich seit ihrem Amtsantritt die Ereignisse fast überschlagen haben. Viele Hotels und Straßen sind renoviert, bzw. repariert worden und die Hauptstadt Suchumi ist vom Leben erfüllt. Es gibt nun auch hier Mobilfunk und Internet. Zeigen Sie jetzt neue Kräfte, die man bei der vorherigen Regierung vermisst hat, oder setzen Sie nun in schnellen Schritten die Pläne vom Ardsinba um?
Zum ersten hat jede Regierung ihren Nachfolger und es ist gar nicht möglich, dass einer neuen Regierung auf Anhieb alles gelingt. Ich selber war unter Ardsinba drei Jahre Premierminister. Die Nachkriegszeit war eine schwere Zeit. Man muss man untersteichen, dass in dieser Zeit auch nicht wenig getan wurde. Allerdings hat Abchasien sich seit 1993 trotz Blockade entwickelt. Jedoch stand das Wirtschaftwachstum still. Es war nicht möglich, das es in dieser Zeit wachsen konnte. Heute ist die Situation besser und wir nutzen dies schnell aus, um das Bruttosozialprodukt zu erhöhen. Die Situation ist besser als vor zwei bis drei Jahren. In meiner Amtszeit wurde bereits vieles für den Aufbau von Straßen und Gebäuden in den Städten und Gemeinden getan. Es wurden vier neue Fabriken eröffnet. Zum Beispiel für die Herstellung von Säften, ein Zulieferbetrieb für die Bauindustrie und die Errichtung von Anlagen für verarbeitende Betriebe im Lebensmittelbereich. Dieser wirtschaftliche Aufschwung hat jetzt bei uns begonnen. Tatsache ist, dass wir Investoren nach Abchasien einladen und ihnen gute Bedingungen bieten.
Aus Russland?
Ja, meisten aus Russland und zum Teil aus der Türkei. Dies läuft aber nicht auf staatlichen Weg, sondern rein auf privater, kommerzieller Basis.
Wir sind offen für alle Investitionen. Wer hier Initiative zeigt, dem bieten wir gute Bedingungen, damit er seine Ziele schnell verwirklichen und Gewinne erzielen kann. Leider sind viele Europäer, die auch die Möglichkeit hätten zu investieren, sehr vorsichtig.
Weil für die Europäer noch nicht alles geklärt ist?
Ja, sicher und selbstverständlich verstehen wir das auch. Unsere heutige Lage und unserer Situation bremsen diesen Prozess. Aber wer mit uns zusammen arbeiten möchte, mit denen arbeiten wir auch gerne.
Liegt es vielleicht auch daran, dass Abchasien nicht so bekannt ist?
Ich würde nicht sagen, dass Abchasien nicht bekannt ist. Denn wenn wir an die sowjetische Zeit denken, erinnern wir uns auch an die vielen DDR-Bürger, die hier Urlaub gemacht haben. In Gagra Pitsunda und Salatoi Bereg. Ich bin sicher, dass gerade die ältere Generation der ehemaligen DDR uns noch kennt.
Viele, zumeist russische Touristen sind heute an den Stränden des schwarzen Meeres zu finden. Die Zahl der Urlauber ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Was wollen Sie in Zukunft unternehmen, um Abchasien auch Besuchern anderer Länder zu öffnen? Vor 1990 waren, wie sie sagen wohl viele Deutsche hier zu Gast?
Wissen Sie, unsere Kurorte und unserer Tourismus sind die Grundlagen unseres Landes. Der größte Teil des Staatshaushaltes soll auch dadurch finanziert werden. Es ist sehr schwer im Wettbewerb mit Orten, wie Sotschi oder der Krim. Aber im letzten Jahr haben so viele Touristen, wie noch nie hier Urlaub gemacht.
Aber nur russische Touristen? Ja, nur russische Touristen.
Wenn ich als Westeuropäer hier Urlaub machen möchte, habe ich Schwierigkeiten das Land zu betreten!
Ich stimme ihnen zu, sie werden nicht ins Land gelassen. Als erstes müssen wir die Barrieren an den Grenzen beseitigen. Diese Frage stellen sich auch die Beobachter der OSZE. Denn je schneller sich die Grenzen öffnen sich und die Menschen sich frei bewegen können, desto schneller können dann auch politische Fragen besprochen werden. Die Weltgemeinschaft sollte schon verstehen, dass 12, 13 Jahre Blockade keinen Sinn hat. Die Blockade wird keine Lösung sein. Alle sollten verstehen, dass die Grenzen durchlässig sein sollten. Ganz ehrlich, ist Abchasien aber auch noch nicht bereit, Touristen aus Deutschland oder anderen westeuropäischen Ländern zu empfangen. Wir haben dafür noch keine Infrastruktur. Wir brauchen noch einige Jahre, damit unser Service und die Hotels westlichem Standart entsprechen. Das Hotelpersonal muss dafür ausgebildet werden, auch westliche Gäste zu empfangen. Das sind aber unsere Ziele für die nächsten Jahre.
Im Bereich der Stromversorgung sind sowohl die abchasische, als auch die georgische Seite von einander abhängig und arbeiten gut zusammen. Wie sieht die Zusammenarbeit in anderen Bereichen aus? Zum Beispiel beim Wiederaufbau der Eisenbahnlinie von Sotschi nach Tbilisi, die quer durch Abchasien führt?
Mittlerweile sind Verhandlungen zum Wiederaufbau der Bahnlinie aufgenommen worden. Es ist geplant, dass eine Kommission die ganze Strecke untersucht. Die Stromversorgung hat gezeigt, dass wenn Interesse von beiden Seiten da ist, auch die Wirtschaft funktionieren und man gut zusammenarbeiten kann. Ohne politische Gedanken wird die Wirtschaft begünstigt. Wird sind Nachbarstaaten. 1999 haben wir mit unserem Volk in einem Referendum beschlossen, dass wir einen unabhängigen Staat aufbauen wollen und in Freundschaft und Frieden mit unseren Nachbarländern leben wollen.
Darum sind wir auch einverstanden, dass solch eine Eisenbahnstrecke durch Abchasien nach Georgien und weiter nach Armenien möglich ist. Und wenn Georgien uns keine Probleme macht und nicht mit politischen Fragen verbindet, dann ist das ein gutes, realistisches Projekt, das ein Gewinn für Russland, Georgien, Armenien und auch für Abchasien sein wird.
Wünschen Sie sich Treffen mit Georgiens Präsident Michail Saakaschwili?
Ein Treffen ist möglich. Doch dafür müssen die äußeren Umstände stimmen. Die Schiffe, die zu uns kommen werden angehalten. Unsere Schiffe werden beraubt. Es werden ständig bedrohliche Aussagen gegen Abchasien gemacht. Worüber soll man mit Saakaschwili heute reden? Für ein ernsthaftes Treffen sollen gewiss auch ernsthafte Grundlagen da sein. Die Rhetorik sollte friedlich sein und nicht kriegerisch. Und sich treffen nur um des Treffens willen bringt nichts. Ich bin nur für ein Treffen, bei dem auch realistisch etwas erreicht werden kann.
Die Löhne und Gehälter stehen den Lebenshaltungskosten im Missverhältnis. Eine junge Buchhalterin verdient 300 Rubel, knapp 10 Euro, eine erfahrene Lehrerin 1700 Rubel – 50 Euro. Käse und Fleisch kosten 120 Rubel, fast 4 Euro je Kilogramm. Wird hier die Regierung tätig werden?
Leider leben wir nun in einer Marktwirtschaft. Was die Lehrer und anderen Arbeiter angeht hoffe ich, dass die Löhne im nächsten Jahr steigen. Die Preise nach oben hin zu begrenzen, haben wir schon versucht, als ich Premierminister war und das hat auch etwas gebracht. Es ist nicht so, dass die Bauern ihre Waren teuer verkaufen. Der weitere Handel macht die Waren teuer. Hier werden wir uns bemühen, das einzuschränken.
Tee und Tabak waren einst Exportschlager von Abchasien. Heute liegen viele Teeplantagen brach. Wie wollen Sie dazu beitragen, um den abchasischen Tee, bzw. den Teeanbau für die Bauern wieder Interessant zu machen?
Tee, Tabak und Zitrusfrüchte waren unsere traditionellen Anbaukulturen. Heute haben wir die Strukturen geändert. Wir reformieren unsere Landwirtschaft. Das heißt, es gibt keine Kolchosen mehr. Dafür haben wir jetzt kleine landwirtschaftliche Unternehmen. Und diese werden Tee anbauen, Zitrusfrüchte und Gemüse, das wir auch für unsere Kurheime brauchen. Weiterhin haben wir fast 100 Hektar Kiwis angebaut und diese wachsen hier sehr gut. Es wird eine große Fabrik für die abchasische Fruchtcompany zur Verarbeitung der Zitrusfrüchte gebaut. Was die Bauern ernten, werden wir aufkaufen. Was den Tabak angeht, hatten wir immer sehr qualitativ hochwertigen Tabak der Sorte Samsung. Doch der Weltmarkt ist mit Billigtabak überschwemmt. Mit dem Preis, der für Tabak erzielt werden kann, sind die Bauen nicht zufrieden. Für den Eigenbedarf werden wir jedoch weiter 300 bis 400 Tonnen pro Jahr produzieren. Export lohnt sich nicht bei einem Erlös von einem Dollar pro Kilogramm.
Das Spektrum Waren auf dem Markt und in den Geschäften ist sehr umfangreich. Kaum ein Wunsch bleibt offen. Doch etwa 80 Prozent der Waren sind importiert. Man sollte annehmen, dass wenigsten alles Obst und Gemüse aus heimischem Anbau stammt. Doch bei Nachfrage bei einer Marktfrau, woher den zum Beispiel die Honigmelonen stammen, erfuhr ich, dass sie aus Usbekistan eingeführt werden und die Kartoffeln kommen aus der Türkei. Sehen hier die Bauern nicht die Möglichkeiten vom Anbau von Obst und Gemüse zur Gestaltung ihres Lebensunterhaltes?
Es gibt auch Leute, die die süßen usbekischen Melonen mögen. Trotzdem haben wir aber auch sehr viele eigene Honigmelonen. Ich selber kaufe nur abchasische Melonen – Warum? Denn unser Obst und Gemüse ist aus ökologischem Anbau ohne chemischen Dünger. Wir essen nur unser Obst und Gemüse. Andererseits haben sie recht, man sollte diese Richtung unterstützen, damit unsere Bauern ihr Obst und Gemüse an die Touristen verkaufen und damit Geld verdienen und nicht erst nach Russland fahren oder nach Usbekistan, dort die Früchte kaufen und dort ihr Geld lassen. Ich stimme ihnen zu. Die ökonomische Situation in Abchasien kann man verbessern. Die wichtigste Voraussetzung dafür wäre, das 80 Prozent exportiert und 20 Prozent importiert werden würden.
Herr Präsident, was ist Ihr persönlich größter Wunsch für Ihr Land?
Mein größter Wunsch für mein Land ist, dass das abchasische Volk nie mehr und auch alle anderen Völker in der Welt keinen Krieg mehr erleben und nicht kämpfen müssen.
Ich will versuchen, dass ich in der Zeit, in der ich vom abchasischen Volk gewählt wurde, wirtschaftlichen Aufschwung zu erreichen und das angemessene Löhne gezahlt werden. Ich wünsche ich mir, dass die Menschen nach dem schweren Krieg auch ihr Lachen wieder finden. Und der größte Wunsch ist, dass unser Volk, das in seiner Geschichte schon sehr viel durchlebt hat, seine Unabhängigkeit erreicht. Denn das ist unser Ziel.
Suchumi im August 2005 Axel Häsler
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Bilder aus Abchasien:

Suchumi

Hafen von Suchumi

Sonnenaufgang in Suchumi

Kloster Afon

Cafe in Afon

Pitsunda

Bahnhof von Afon

Turnier in Mockba
|